Ägypten Urlaub » Ägypten » Mumien mit Nerven

Mumien mit Nerven

* Mumien mit Nerven *
Antikörper reagierten auf Neurotransmitter

London (pte) (pte/12.01.1998/09:51) - Ägyptische Mumien enthalten noch heute intakte Botenstoffe des Nervensystems. Diese verblüffende Entdeckung machte ein internationales Team von Neuro-Wissenschaftlern. Demnach ließen sich in den sterblichen Überresten ägyptischer Pharaonen mehrere sogenannte Neurotransmitter nachweisen. Die untersuchten Mumien seien bis zu 3500 Jahre alt, berichtet der "New Scientist" in seiner nächsten Ausgabe. Das Blatt spricht von einem ganz neuen Forschungsfeld, der "Paläo-Neurobiologie".

Dem Bericht zufolge nahmen sich die Wissenschaftler jeweils Nerven aus der Wade der Leichen vor. Dem mumifizierten Gewebe setzten sie Antikörper zu, die spezifisch auf eine Reihe von Neurotransmittern reagieren. Dabei, so der "New Scientist", gab es im Fall von drei verschiedenen Botenstoffen ein positives Signal. Den Forschern sei darüber hinaus der Nachweis eines Enzyms gelungen, von dem bisher nicht bekannt war, daß es im Wadennerv des Menschen vorkomme.

* Spektakuläre Funde urtümlicher Eiszeittiere dokumentiert *
Die größten Flußpferde aller Zeiten badeten nicht im Nil , sondern einstmals in der Urwerra. Fossile Überreste dieser tonnenschweren Kolosse hat ein Team von Quartärpaläontologen um Dr. Ralf-Dietrich Kahlke von der Universität Jena in einem einzigartigen Grabungsfeld bei Untermassfeld in Thüringen entdeckt und wissenschaftlich untersucht.

Die Fundstätte, die durch eine Flutkatastrophe vor einer Million Jahren entstand, ist die mit Abstand wichtigste und reichhaltigste in Europa. In siebzehnjähriger Arbeit fanden die Wissenschaftler spektakuläre Überreste von urtümlichen Großsäugern - neben Flußpferden auch Säbelzahnkatzen, Jaguare und Hyänen - aber auch von kleinen Nagetieren.

Insgesamt wurden 12.500 bestimmbare Wirbeltierreste von 99 Arten geborgen. Das Panorama der urzeitlichen Tier- und Pflanzenwelt stellen die Forscher jetzt in einer aufwendigen Dokumentation vor, deren erster Band im Bonner Rudolf Habelt Verlag erschienen ist. Spezialisten aus zwölf Ländern - überwiegend Geologen und Paläontologen - haben an der interdisziplinären Arbeit mitgewirkt. [Quelle: idw] uni-jena
(Ende)



"));